Portitz

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Der Stadtteil Portitz

Portitz gehört zu den Parthedörfern, die schon um 600 u.Z. entstanden. Aus dem slawischen Rundling hat es sich im Mittelalter entlang der heutigen Dorfstraße (Altes Dorf) entwickelt. Im späten Mittelalter erlangte Portitz durch eine hölzerne heilbringende Madonna regionale Bedeutung, die das Dorf bis zur Reformation zur Pilgerstätte machte und eine große Rolle bei der frühen Entwicklung des Ortes spielte. Der alte Ortskern ist bis heute durch Dreiseitenhöfe gekennzeichnet, die noch relativ intakt in ihrer ursprünglichen Form vorhanden sind. Schon 1894 wurde Portitz wegen seiner landschaftlich schönen Lage in der Parthenaue als bestens für den Villenbau geeignet empfohlen. Den größten Bauschub in seiner Geschichte bekam Portitz in den dreißiger Jahren, als sich der Ort südöstlich ausdehnte und seine bebaute Fläche nahezu verdreifachte. Abgesehen von der neuen Siedlung "Parkstadt 2000" und der derzeitigen Erweiterung der Krätzbergsiedlung blieb Portitz von der enormen Bautätigkeit, welche seit 1990 in Leipzig gewaltigen Zuwachs verzeichnete, weitgehend verschont und erhielt somit seinen Gartenstadtcharakter.

Quelle: Pro Leipzig, 2001